Das Krimi-Dinner 2022 war ein voller Erfolg!

2022 Lender Gymnasium Theater Krimi Dinner Plakat

Die Mittel- und Oberstufen Theater-AG lud ein zu einem besonderen Theaterabend mit außergewöhnlich kulinarischer Note.

 

„Nach dem überraschenden Tod von Lady Vera Breitschwert kommen im Anwesen Ihres Gatten, Lord Edesio Breitschwert, Familie und Freunde der Verstorbenen zusammen, um sich von ihr respektvoll zu verabschieden. Doch Geheimnisse und alte Feindschaften sorgen unterschwellig für eine angespannte Stimmung und als dann auch noch eine Inspektorin von Scotland Yard verkündet, dass es Mord gewesen sei, ist es vorbei mit dem trügerischen Frieden …“

 

Die Tafel für das „Krimi-Dinner“ mit Schauspiel und Kulinarik war an der Heimschule Lender festlich gedeckt. Denn nach dem überraschenden Tod von „Lady Vera Breitschwert“ fand sich in der Cafeteria eine illustre Gesellschaft aus höheren Kreisen, im feinen Zwirn und mit genussvoller Erwartung ein, um nach altem Brauch den „Leichenschmaus“ zu halten, der Toten mehr oder weniger liebevoll zu gedenken und sie respektvoll zu verabschieden. Doch der Schein trog gewaltig. Denn kaum hatten die erlauchten Herrschaften in dem spannenden Krimi ihre Plätze für ein Menü mit fünf exquisiten Gängen inmitten von 250 Gästen an drei Abenden eingenommen, da platzen die Inspektorinnen Regina Sniffington (Mia Schweitzer) und Diana Tappert (Letizia Serrer) von Scotland Yard in das edle Ambiente und versalzte Lord Edesio Breitschwert (Manuel Bäuerle), dessen  Tochter Clara Sinistra (Carla Bruhn) und allen Gästen gewaltig die Suppe:

 

„Wissen Sie, was die Obduktion ergab? Lady Vera wurde ermordet – mit Gift!“

 

Zur Lender-Kultur gehört seit vielen Jahren das Theaterspiel mit mehreren Ensembles, einer fleißigen Bühnenbild-AG (Leiter Eberhard Schreiber) und kreativen Kostüm-AG (Leiterin Tanja Esser), aber „Regisseur“ Corona hielt den Vorhang der Bühne geschlossen. Doch etwas Gutes hatte die Zwangspause, denn Adrian Keller wollte sich nicht damit zufrieden geben, dass es während der Pandemie für den kulturellen Bereich von „Schule und Theater“ keine Konzepte mit Corona-Regeln gab, wohl aber für die Gastronomie. Da nun die Lender eine große Cafeteria mit täglich frisch zubereiteten Mahlzeiten hat und während  Corona mit „Lender kocht“ ein neues Live-Format aus der Küche entwickelte, fand Adrian Keller mit Chefkoch Christoph Furtwängler und dessen Team den perfekten Partner für eine weitere Premiere.

Nun fehlte zu dem gewissen Extra „nur“ noch ein passendes Theater-Menü, das mit Adrian Kellers Faible für Detektiv Sherlock Holmes schnell „gebacken“ war. Mit seiner Theater-AG und den Co-Regisseuren Stefanie Walz und Thomas Dresel entwickelte er den Krimi „Das Geheimnis der Lady Vera“, zum Team der Autoren und Spieler gehörten: Manuel Bäuerle, Carla Bruhn, Emma Lemminger, Madita Sackmann, Nikolina Sladakovic, Julia Iassogna, Solveig Sonntag, Johannes Zimny, Kim Belikan und Silas Käshammer, Cynthia David, Hannah Falk, Mia Schweitzer, Letizia Serrer, Jasmin Schindler.

Eine Hauptrolle spielte Christoph Furtwängler, denn der Chefkoch zauberte mit seinem Team in der Lender-Küche zwei kulinarische Fünf-Gänge-Menüs vom Feinsten aus Pfannen und Töpfen. Als Hauptgang wurde Rinderfilet Wellington mit Rotweinjus mit Herzoginkartoffeln und Speckbohnenröllchen serviert, bei der vegetarischen Variante gab es Bunten Linsensalat mit Rucola sowie eine leckere Mulligatawny Suppe ganz nach britischer Rezeptur. So durften 250 Besucher an drei Dinner-Abenden Gaumenfreuden pur und köstliches Schauspiel erleben, während Lord Edesio Breitschwert schon nach dem Cassis-Sektsorbet vor lauter Schock keinen Bissen mehr hinunter bekam. Denn der Mörder musste an der gedeckten Tafel sitzen, die Inspektoren ließen nicht locker und durchbohrten die Gäste mit Fragen, jeder hatte irgendwie ein Alibi oder zeigte mit dem Finger auf andere. Doch die Schlinge zog sich immer weiter zu, das Ensemble begeisterte mit einer klasse Spielkultur und die Mine von Lord Edesio wurde unter seinem Zylinder immer finsterer. Denn nicht der Gärtner, sondern er war der feige Mörder, weil er im Schatten seiner Frau stand, von ihrem Geld abhängig war und einfach die „Nummer eins“ sein wollte.

Text/Foto: Roland Spether