„Achtung, das ist eine Übung“. Die Konzertgäste der Lender staunten nicht schlecht, als sie aus dem Percussion-Ensemble über Megaphon diese „Durchsage“ und die Einladung hörten: „Bitte alle einmal aufstehen“. Mancher dachte an die Fußball-Fans der Niederländer, dass sie nun auch „nach links, nach rechts“ hüpfen und jubeln sollten. Doch ganz so wild wurde es beim Serenadenkonzert nicht, denn die Gäste durften sich zum fetzigen Rhythmus der Percussion-AG 7/8 mit ihrem „Leader“ Stefan Nowak „nur“ kurz drehen. Mit Body-Percussion brachten die Musiker auch ihre Köper zum Klingen, bunte Klangstäbe sorgten für einen coolen Sound und mit den Piraten der „Black Pearl“ segelten sie über die Weltmeere.
„Herzlich willkommen zum Finale furioso“, meinte Ulrich Noss, Fachleiter Musik, zu den zahlreichen Gästen die das Konzert auch „Open Air“ erleben sollten. Doch das Wetter sorgte für ein unfreundliches Intermezzo, die Serenade erklang in der Heimkirche und hier zogen die Talente des „Musik–Gymnasiums Lender“ alle Register. Dies spricht für die Qualität der Schüler, dass sie nach Unterricht, Arbeiten und Noten noch einmal voll motiviert die Lender zum Klingen brachten. Den bunten Klangreigen eröffnete die Percussion-AG 5/6 (Leitung Ellen Krämer) mit der Trommel-Session „Hau Rock“. Ziemlich groovig ging es mit „Funky Japanese“ und klingenden „Boomwhackers“ weiter, bevor mit „Happy Holiday“ Xylophone in allen Variationen erklangen.
Sehr schöne Lieder in Hebräisch präsentierte der Jugendchor (Leitung Christine Alshut) und dazu die Botschaft von „Hine mah tov“: „Wie schön ist es, wenn Menschen in Frieden zusammen leben“. Weitere typische Klangfarben aus der Heimat der Partnerschule in Jerusalem bereicherten das Konzert, bevor das Streicher-Vororchester (Leitung Katharina Fehler) mit „Hedwig’s Theme“ in die fantastische Welt von Harry Potter entführte. Mit viel Gefühl und modernem Sound „blickten“ sie mit den “Augen der Liebe“ in das Leben und rockten dann den „Boulevard of broken Dreams“. Zum großen Finale gab es dann beste sinfonische Blasmusik mit 60 Musikern des Bläser-Vorochesters, die mit ihrem Dirigent Markus Bieringer mitreisende, imposante spannende Filmmusik darbot. Denn die Filmhelden von „The Avengers“ über „Game of Thrones“ und „Harry Potter“ bis zu „Mister Bond“ wurden mit jugendlichem Temperament und sauberem Klangbild lebendig.
Text: Roland Spether
Bilder: Roland Spether & Dr. Cornelia Lehmann-Waffenschmidt


















