Ein „Orchester der tausend falschen Töne“ feierte beim „Lender musiziert Preis“ mit einer Eigenkomposition eine glänzende Premiere. „Special Agents“ brachten mit Soundtracks James „007“ Bond zum Klingen und zur Krönung des Musikfestivals am Lender-Gymnasium erschien „Elvis the King“ alias Felix Berger, der mit dem Love-Song „Can’t Help Falling In Love“ die Fans des unsterblichen Elvis Presley in der Lender-Aula buchstäblich dahinschmelzen ließ. Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass sich die Juroren Ellen Krämer, Nora Kromer und Mathias Feigenbutz klar dazu entschieden, neben einem zweiten Preis auch einen Sonderpreis „Show“ an die Schüler des rockenden Musikprofil 9a/b/c mit ihrem „Leader“ Ulrich Noss zu verleihen. Dies war ganz im Sinne des Altsasbachers Franz Alois Hermann, der fast 100 Jahre alt wurde und in seinem Nachlass der Fachschaft Musik 10.000 Euro für „Schulmusik“ vererbte. Dies wurde nun beim Musikpreis 2026 verwirklicht, bei dem die Preisträger das ausgelobte Geld als „Kulturgutscheine“ etwa für den Besuch von Konzerten erhielten.
Die vielen Besucher durften am „Musik-Gymnasium Lender“ ein Konzert mit einem doppelten Genuss erleben. Denn neben dem klassischen „Apéritif Culturel“ mit herrlichen Kostproben aus dem anspruchsvollen fachpraktischen Musik-Abitur von Tim Schmiederer (Klavier) und Anna-Klara Neuburger (Horn) aus der Musik-Kooperation mit dem Gymnasium Achern wurde der „Lender musiziert Preis“ ausgelobt, der zwischen originellen KI-generierten „Jingles“ vom K2-Kurs von Stefan Nowak einige instrumentelle und gesangliche Überraschungen bereithielt. Denn zum Auftakt präsentierten die Talente vom Musikzug 5b/c (Leitung Ulrich Noss) eine selbst komponierte Hymne über das Musizieren am Lender-Gymnasium, die so gut war, dass die musikalischen Sextaner neben einem ersten Preis auch deutlich das Votum für den Publikumspreis für sich entschieden. Das war klasse und der Beleg, dass zur Musik auch kreative Köpfe gehören, die Komponisten, Sänger und Instrumentalisten sind. Einen ersten Preis bekamen auch die „Special Agents“ des Musikprofils 8c/d (Leitung Katharina Fehler) zuerkannt, die instrumentell mit coolem James-Bond-Sound und mit feinem A-Capella-Gesang“ des Spirituals „Wade in the Water“ überzeugten.
Wie breit aufgestellt, kreativ und originell Musik am Lender-Gymnasium ist, präsentierte das „Orchester der tausend falschen Töne“ (Leitung Christian Vierling) als zweiter Preisträger mit der super harmonischen Eigenkomposition „Kein Taktgefühl“. Dieses Werk war an Originalität nicht zu überbieten, auch die dritten Preisträger der Musikzüge 6a/c (Leitung Christine Alshut)und 7a/e (Leitung Katharina Fehler) überzeugten mit versierten Beiträgen. Zum Finale „spielte“ ein Quartett die G-Dur-Klaviersonate von Beethoven ganz ohne Instrumente, „nur“ mit choreografischen Elementen.
Text & Foto: Roland Spether









