Am 4. März machte sich das Team Skill Spotter (Dario Smolic, Lennart Hodapp und Luis Seifermann aus der K1) in Begleitung von Herrn Ehmann auf den Weg nach München. Sie waren eines von 33 Teams von insgesamt 1007, die am Wettbewerb Jugend gründet in diesem Jahr teilgenommen haben, die sich für eines von drei Pitch Events qualifiziert hatten.
Am ersten Tag stand das Rahmenprogramm auf dem Plan. Nach dem Ankommen und Einchecken im Hotel, lernten sich die Gruppen bei einem kleinen Snack kennen. Danach ging es direkt zum Munich Urban Colab, einem von der Stadt München und verschiedenen Unternehmen finanzierten Co-Working-Space. Hier haben Start-ups die Möglichkeit, günstig einen Arbeitsplatz zu mieten, sich mit anderen Gründern auszutauschen und in Kontakt mit Investoren zu kommen. Der ehemalige Jugend gründet Teilnehmer Florian Scherl berichtete, wie er mit seiner Wettbewerbsidee Fast AI-Movies gegründet hat und welche Erfahrungen er dabei gemacht hat. Anschließend wurden wir durch den Makersspace geführt, in dem Gründer unter anderem eine Holz- oder eine Elektrowerkstatt nutzen können, um zum Beispiel Prototypen zu bauen.
Anschließend fuhren wir zu Google, wo uns der Head of Startups Axel Täubert anschaulich die Bedeutung des Scheiterns bei Unternehmensgründungen erklärte. Das war im ersten Moment seltsam, letztendlich war aber allen Teilnehmern klar, dass nur wer Risiken eingeht, auch wirklich innovative Ideen haben kann. Und das kann letztendlich auch nicht immer funktionieren. Vor einem leckeren Abendessen in der Kantine von Google mussten die Teams, wie ihre Vorgänger im letzten Jahr, in gemischten Teams die sogenannte Spaghettichallenge bewältigen, bei der aus einer vorgegebenen Menge Spaghetti, Klebeband, Schnur und einem Marshmellow in kurzer Zeit ein Turm gebaut werden muss. Aufgrund der Zeitknappheit blieben aber nur wenige der 10 Türme stehen.
Der nächste Tag war dann der Tag des Pitchevents, der im Gebäude der IHK für München und Oberbayern stattfand. Das Team Skillspotter war als 3. Team an der Reihe. Drei Minuten Pitch und drei Minuten Zeit für Rückfragen von der Jury – die lobte mehrfach den erfrischenden Auftritt und spannende Idee: Sportler sollten ihr Talent jederzeit und überall zeigen können – ganz einfach per „Talent“-App – ihre Chancen, von Scouts entdeckt zu werden, per hochgeladenen Spiel- und Trainingsszenen also erhöhen können.
Aber auch die anderen Teams hatten tolle Ideen. Es siegte das Team Blind Sonar vom Evangelischen Lichtenberggymnasium in Sachsenheim. Sie hatten ein Stirnband entwickelt, das mittels Sensoren blinden Menschen die bessere Erfahrung der Umgebung ermöglichen solle. Projektleiterin Franziska Metzbauer betonte aber, dass alle Gruppen, die sich für die Pitch Events qualifiziert hatten, bereits Sieger seien, da sie unter den besten 3% aller teilnehmenden Teams seien.
Im Anschluss an die Pitches und einen Businesslunch, bei dem sich die Teams rege untereinander austauschten, wurde den Teams einzeln wertvolle Rückmeldungen durch die Jury gegeben, die ihnen helfen sollen, die Idee weiterzuentwickeln.
Für das Team Skill Spotter war München auf jeden Fall eine Reise wert.
Text: Wolfram Ehmann
Bilder: Wolfram Ehmann & Skill Spotter










