Häufige Fragen zur Profilwahl in der Mittelstufe
Alle wichtigen Informationen auf einen Blick.
Orga-Kram
- An wen kann ich mich mit wichtigen Fragen wenden?
Organisatorische Fragen klärt Frau Heß gern mit Dir, fachspezifische leitet sie an die entsprechenden Fachvertreter weiter.
- Kann ich die Profilwahl später noch ändern oder nachträglich Wünsche äußern?
Änderungen sind bis 14 Tage nach den Sommerferien möglich. Nachträgliche Wünsche sind aber meist organisatorisch bedingt nicht realisierbar
- Wie lange wird unterrichtet und ist das Profilfach ein Hauptfach?
Unterrichtet wird das Profilfach natürlich während der Mittelstufe, also 3 Jahre von Klasse 8-10, und zwar mit 4 Stunden – meist als 2 Doppelstunden pro Woche aufgeteilt. Das Profilfach ist in diesem Zeitraum ein Hauptfach, also versetzungsrelevant.
- Wie viele Klassenarbeiten werden geschrieben?
Es gibt 2 Klassenarbeiten pro Halbjahr.
- Hat meine Profilwahl für die Mittelstufe Auswirkungen auf die Kurswahl in der Oberstufe?
Im Prinzip nein, aber Ausnahmen gibt es: Fächer, wie Latein sind natürlich in der Kursstufe nur möglich, wenn Du sie auch vorher schon im Unterricht hattest.
Zur Wahl an sich
- Nach welchen Kriterien soll ich wählen?
Wähle unbedingt nach Neigung und Interesse – immerhin willst Du etwas lernen, das Dich interessiert. Genau so kannst Du auch gute Noten erreichen – das geht bekanntlich immer dann besonders „einfach“, wenn Du Dich auch für das Thema interessierst!
- Bleibe ich in meiner Klasse?
Nach Möglichkeit ja, aber eine neue Zusammensetzung kann abhängig von der Wahl Deines Profilfachs und der Profilfachwahl Deiner „alten“ Mitschüler nötig sein.
- Ich mache mir Sorgen, wie ich einen eventuellen Klassenwechsel verkrafte?
Keine Sorge – wir haben gute Erfahrungen gemacht mit den neu zusammengesetzten Klassenverbänden. Es gibt zahlreiche Beispiele für gelungene Integration in neuen Klassen.
- Ab welcher Schülerzahl kommt ein Profilfach zustande?
In den alten Sprachen müssen es 8 sein, in allen anderen Profilen um die 12.
- Hat meine Profilwahl für die Mittelstufe Auswirkungen auf die Kurswahl in der Oberstufe?
Im Prinzip nein, aber Ausnahmen gibt es: Fächer, wie Latein sind natürlich in der Kursstufe nur möglich, wenn Du sie auch vorher schon im Unterricht hattest.
- Und wenn es weniger sind? Was soll ich dann machen?
Auf jeden Fall solltest Du erst mal das wählen, was du wirklich machen willst! Wenn es zu wenige Schüler sind, suchen wir Lösungen – das hat oft geklappt. Und wenn es doch nicht klappt, bekommst die Möglichkeit, nochmal umzuwählen – Du verlierst also nichts, wenn Du erst mal wählst, was Dich wirklich interessiert!
Zum Profilfach 3. Fremdsprache
- Welches Profil macht die meiste Arbeit?
Das hängt natürlich von Deiner individuellen Begabung ab. Für die meisten Schüler gilt: Das sprachliche Profil verursacht den „größten“ Lernaufwand: Vokabeln, Formeln, Regeln, das kennst Du ja schon – genau das ist wiederum auch Dein Vorteil. Du weißt also schon vom Lernen der anderen Fremdsprachen, was Dich erwartet.
In der 3. Fremdsprache muss es allerdings alles etwas schneller gehen. Aber, inzwischen hast Du ja schon mehr Übung mit dem Lernen und kannst das jetzt auch schneller als in Klasse 5 oder 6.
Also kurz: Sprachen machen Arbeit, aber diese Arbeit lohnt sich!
- Was bringt mir das sprachliche Profil?
Es ist das einzige Profil, das eine nachweisbare Zusatzqualifikation bringt! Die anderen Profilfächer der Mittelstufe sind letztlich Vertiefungen von Dingen, die zu einem großen Teil auch außerhalb des Profilfaches gelernt werden. Eine weitere Sprache aber ist eine Zusatzqualifikation, die im Zeugnis nachgewiesen wird und für Studium und Beruf wichtig sein kann.
- Was ist das Besondere am sprachlichen Profil?
Mit einer Sprache lernst Du nicht nur die Sprache, sondern auch einen neuen Kulturraum kennen: Wie ticken die Menschen in Frankreich, Spanien oder Lateinamerika? Wie waren die alten Römer und Griechen drauf? Mit Sprachen baust Du Brücken über die Grenzen von Geographie und Zeit. Und indem Du andere Kulturen und Mentalitäten kennenlernst, lernst Du vor allem auch Dich selbst besser kennen. Viele finden das sehr interessant!
- Wie schwer sind denn die alten Sprachen?
Schwierigkeiten liegen hier auf einer anderen Ebene als in den modernen Sprachen: Da redest und schreibst du ja in der Fremdsprache – in den alten Sprachen ist der Unterricht immer in Deutsch. Du übersetzt nur ins Deutsche. Du muss also nicht sofort reden, sondern analysierst erst einmal die Sätze. Das fällt manchen deutlich leichter. Andererseits ist die Grammatik in den alten Sprachen oft komplexer: es gibt mehr Regeln als in Englisch, aber weniger Ausnahmen. Diesen Aspekt finden viele beim Lernen schwieriger; andere finden erst hier die Herausforderung, die sie suchen.
- Schaffe ich denn eine alte Sprache?
Wenn du Interesse hast und unsicher bist, lass dich gern beraten – Deine Lehrer helfen dir gern weiter:
- Wenn du schon Latein hast, sprich gern mit deiner Lateinlehrer: Wer Latein packt, kommt sicher auch in Griechisch gut klar.
- Wenn du kein Latein hast, solltest du überlegen, wie gut du in den anderen Sprachen mit Grammatik und Regeln klar kommst – dann hast Du da schon mal eine Einschätzung.
Lernen musst Du natürlich in jeder Sprache und in jedem Profilfach.
- Und wenn es weniger sind? Was soll ich dann machen?
Auf jeden Fall solltest Du erst mal das wählen, was du wirklich machen willst! Wenn es zu wenige Schüler sind, suchen wir Lösungen – das hat oft geklappt. Und wenn es doch nicht klappt, bekommst die Möglichkeit, nochmal umzuwählen – Du verlierst also nichts, wenn Du erst mal wählst, was Dich wirklich interessiert!
Zu Latein
- Kann ich das Latinum machen?
Ja, in Klasse 10 findet in Latein die sogenannte „Ergänzungsprüfung“ statt. Sie hat einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Beides findet im Rahmen des Abiturs statt. Beide Teile zählen 50%. Das ist schon ein wenig Stress. Aber Du erlebst schon mal, wie es dann im Abi zugehen wird: auch eine interessante Erfahrung
- Und das große Latinum?
Das große Latinum bekommst Du, wenn Du Latein in der Oberstufe weiter belegst und in den 4 Halbjahren einen Schnitt von mindestens 5 Punkten hat.
- Brauche ich das Latinum überhaupt?
Die Fächer, für die man das Latinum braucht, sind weniger geworden, aber jede Uni handhabt es etwas anders: Fächer aus dem Bereich Sprache – Geschichte – Kultur – Theologie brauchen es – Mediziner brauchen heute zum Starten kein Latinum mehr. Medizinstudenten müssen aber immer einen Crash-Kurs über lateinische Fachbegriffe belegen. Meist können sie so z.B. den Plural nicht richtig bilden, sehr zur Erheiterung älterer Kollegen.
So leicht wie an der Schule bekommt man eben das Latinum später nicht wieder. Was man an der Schule in 3 Jahren lernt, wird an Universitäten in einem Jahr vermittelt. Die Abbrecher-Quoten sind dort erheblich.
Aber auch in Fächern, wo kein Latinum gebraucht wird, kann es Vorteile bringen: Bei gleichem Abi-Schnitt ist das Latinum durchaus genau das entscheidende Kriterium bei der Studienplatzvergabe.
- Was habe ich sonst noch davon, Latein zu wählen?
Die Komplexität der Sprache zwingt Dich viel mehr als die modernen Sprachen dazu, Dich mit Grammatik zu beschäftigen. „Lateiner“ beherrschen so meist auch in anderen Sprachen die Grammatik besser und auch die Sicherheit in der deutschen Sprache wächst dabei. Folgerichtiges strukturiertes Denken und die Genauigkeit beim Blick für Kleinigkeiten übst Du genauso wie überhaupt die Kompetenz im Umgang mit Texten: Das kommt auch anderen Fächern zu gute. Von vielen Leuten hört man den Satz: „In Latein habe ich denken gelernt.“
Noch was: Die romanischen Sprachen (z. B. Italienisch, Spanisch, Französisch) stammen von Latein ab: Viele Vokabeln sind ähnlich, und so, wie Latein beim Lernen dieser Sprachen hilft, können auch die romanischen Sprachen beim Latein-Lernen helfen. Das übertragbare Wissen zu grammatischen Strukturen hilft aber auch bei Sprachen, die mit Latein nicht verwandt sind.
Und noch was: Latein eröffnet Dir einen Zugang zu vielen Fremdwörtern und zum Fach-Vokabular etlicher Wissenschaften – das musst Du im Studium sonst mühevoll und stressig pauken.
Zu Griechisch
- Wie bekommt man das Graecum?
Wie das Latinum, nur mit griechischen Aufgaben
- Was ist der Unterschied zwischen Alt- und Neu-Griechisch?
Die griechische Sprache hat sich in den letzten 2000 Jahren in ihrer Grammatik und vor allem in ihrer Aussprache verändert. Der Unterschied ist zwar kleiner als zwischen Italienisch und Latein oder zwischen Alt- und Neuhochdeutsch, aber man muss Neugriechisch wie eine eigene Sprache lernen. Viele Wörter kann man problemlos aus dem Altgriechischen oder klassischem Griechisch herleiten – solange man sie liest. Beim Hören ist das schon schwerer.
- Warum lernt man denn Altgriechisch?
Wesentliche Grundtexte Europas sind im Original auf Griechisch verfasst: Die meisten Teile den Neuen Testaments, die Epen Homers, Grundtexte der Philosophie (Platon, Aristoteles u. v. a.). Eine ernsthafte Beschäftigung mit diesen Themen geht ohne Griechisch nicht wirklich.
- Aber diese Texte sind doch schon längst übersetzt!
Die meisten und die wichtigsten schon – das stimmt. Aber jede Übersetzung ist eine Ermessenssache – man kann den selben Satz so oder so übersetzen: Jede Übersetzung ist also immer auch eine Interpretation. Wer die Sprache nicht kann, ist dem Übersetzer „ausgeliefert“. Einen Text kann man eigentlich nur in der Originalsprache richtig kompetent erfassen. Stellt euch nur mal einen englischsprachigen Pop-Song in deutscher Übersetzung vor: Was da alles fehlt!
Zu Französisch
- Brauche ich Vorkenntnisse?
Nein, wir beginnen ganz neu, die Fremdsprache zu erlernen.
- Müssen meine Eltern oder Geschwister Französisch können?
Nein, nach einer entsprechenden Einführung und Orientierung kannst Du mit Lehrbuch, grammatischem Beiheft, und Arbeitsheft, auch zu Hause selbstständig arbeiten. Ein „Übersetzer“ ist nicht nötig – alle Fragen und möglichen Probleme werden im Unterricht besprochen und geklärt. Immerhin sollst Du nach der dreijährigen Spracherwerbsphase die nötigen Grundkenntnisse in Grammatik und Wortschatz sowie die Fertigkeiten Lesen, Schreiben, Sprechen und Hören haben, die Dich befähigen, auch das Leistungs- oder Basisfach Französisch in der Oberstufe mit guten Erfolgsaussichten zu belegen.
- Was habe ich sonst noch davon, Französisch als Profilfach zu wählen?
Du kannst das französische und international anerkannte Sprachdiplom DELF (Diplôme d’Etudes en Langue Française) erwerben. Außerdem eröffnet sich auch so die Möglichkeit, Französisch als Basis- oder Leistungsfach in der Oberstufe mit guten Erfolgsaussichten zu belegen.
Französisch ist aber ja auch die Sprache unseres wichtigsten Nachbarn, mit dem wir enge Beziehungen in der Arbeitswelt, Wirtschaft und Kultur gerade in der Grenzregion Ortenau pflegen – so kannst Du Dich unmittelbar verständigen.
Französisch ist außerdem die Sprache vieler internationaler Organisationen, wie der UNO, der EU, des Internationalen Roten Kreuzes, des Internationalen Olympischen Komitees, der UEFA, der FIFA u. v. a., und wird als Muttersprache von 71 Mio. Menschen in Europa gesprochen: außer in Frankreich auch in Luxemburg sowie in Teilen Belgiens und der Schweiz. Weltweit sind es sogar über 220 Mio. Menschen in 68 Staaten auf allen Kontinenten, die Französisch als Mutter- oder Zweitsprache sprechen.
Nicht zuletzt erleichtern Französischkenntnisse erleichtern Dir auch das Erlernen anderer romanischer Sprachen wie Italienisch, Portugiesisch oder Spanisch.
- Wie hoch ist denn der Arbeitsaufwand?
Bei guten Latein- und Englischkenntnissen ist der Arbeitsaufwand überschaubar
Zu Spanisch
- Kann ich Spanisch wählen, wenn ich in den anderen Fremdsprachen nur mittelmäßig bin?
Wenn Du motiviert bist und bereit, den Lernaufwand auf Dich zu nehmen, dann ja. Du musst Dir darüber im Klaren sein, dass es Disziplin, regelmäßiges Vokabellernen und Fleiß erfordert, vor allem wenn Du in den bis jetzt erlernten Fremdsprachen Schwierigkeiten hast!
- Ich kann schon Spanisch, ist es ratsam, die Sprache trotzdem zu wählen?
Wir haben mit dieser Konstellation gute Erfahrungen: Solche Schüler sind meist eine Bereicherung für den Unterricht und können die Fachlehrer unterstützen, vor allem wenn es darum geht, die Kommunikationsfähigkeiten zu schulen. Wir erleben oft, dass diese Schüler gerne eine gewisse Verantwortung übernehmen und ihre Mitschüler gerne unterstützen.
Spanisch sprechen können, bedeutet allerdings auch nicht automatisch, Spanisch schreiben können. Das stellen auch einige Muttersprachler fest, wenn sie Spanisch wählen: sie können fließend sprechen, beherrschen aber die Grammatikregeln nicht so gut. Auch das ist eine wertvolle und wichtige Erfahrung!
- Ich habe mit Spanisch noch nie zu tun gehabt – kann ich das überhaupt schaffen?
Mit guten Kenntnissen in Englisch, Französisch oder Latein hast Du den Grundstein für das Erlernen von Spanisch bereits gelegt. Der Einstieg fällt den meisten leicht, zumal zwischen Schriftbild und Aussprache in Spanisch kaum Unterschiede bestehen. Wer erkennt nicht auf einen Blick die Bedeutung von Wörtern wie interesante, amigo, museo, aeropuerto, fenomenal?
Dabei gilt natürlich wie überall aber auch: „Ohne Fleiß kein Preis!“ Du solltest außer der Begeisterung, Sprachen zu lernen, mit einem zügigen Lerntempo zurechtkommen und auch durchaus diszipliniert lernen können.
- Was habe ich sonst noch davon, Spanisch als Profilfach zu wählen?
Spanisch spricht man auf vier Kontinenten. Nach Mandarin-Chinesisch und Englisch ist Spanisch die am dritthäufigsten gesprochene der Welt und Muttersprache von mehr als einer halben Milliarden Menschen. Spanisch ist Amtssprache in 25 Ländern. In Europa belegt Spanisch als Fremdsprache den dritten Platz. Auch im Internet und in den sozialen Netzwerken behauptet sich Spanisch nach Englisch als zweithäufigste Sprache.
Spanisch ist so auch der Schlüssel zu einem reichen Kulturerbe: Viele Schüler haben bereits schon spanisch-sprachige Länder als sonnige, gastfreundliche Urlaubsorte kennengelernt. Du kennst vielleicht die Lieder von Shakira, Jennifer Lopez und Christina Aguilera? Bestimmt hast Du auch schon einmal Tortilla, Paella und Tapas gegessen oder vielleicht zu den heißen Rhythmen von Salsa und Merengue getanzt? Im Spanischunterricht wirst Du viel mehr über den großen kulturellen Reichtum, den diese spanischsprachigen Länder aufweisen, erfahren.
Der Spanischunterricht besteht aber nicht nur aus Grammatik und Vokabellernen sondern beinhaltet auch einen Streifzug durch die spanische und lateinamerikanische Geschichte, Literatur-, Musik-, Kunst & Filmwelt. Lender-Schüler*innen profitieren außerdem von internationalen Kontakten durch Schüleraustausche mit Madrid und Guatemala oder von der Studienfahrt nach Barcelona.
Spanisch ist aber auch ein Vorteil in der Arbeitswelt, denn Spanischkenntnisse sind hilfreich für die wirtschaftlichen Beziehungen weltweit. Deutsche Firmen wie auch die internationalen Konzerne haben in den spanischsprachigen Ländern einen wichtigen Absatzmarkt erkannt und legen bei ihren Mitarbeitern zunehmend Wert auf Spanischkenntnisse.
Spanisch ist außerdem eine Brücke zu anderen Fremdsprachen: Mit guten Spanischkenntnissen lassen sich relativ leicht andere romanische Sprachen erlernen, wie zum Beispiel Italienisch, Portugiesisch oder Katalanisch.
Zu Musik
- Kann ich bei der Wahl „Musikprofil“ mit meinen Freunden in der Klasse bleiben?
Die Klassenzusammensetzung entscheidet sich nicht nur nach Profilwahl. Auch die Sprachenfolge der Unterstufe und andere Kriterien bedingen die Zusammensetzung der 8. Klassen. Deshalb kann es gut sein, dass du weiterhin mit deinen Freunden in einer Klasse bist und nur für den Profilunterricht getrennt wirst.
- Muss ich weiterhin ein Instrument spielen und nun „Profi“ am Instrument werden?
Ja, Du solltest außerhalb des Musikunterrichts Instrumental oder Gesangsunterricht haben. Aber „Profi“ musst Du nicht sein und auch nicht werden: Jeder wird auf seinem Niveau in die Gruppe integriert!
- Mich interessieren verschiedene Profile. Warum sollte ich ausgerechnet Musik wählen?
Weil du damit eines deiner Hobbies zum Hauptfach machst! Wir beschäftigen uns mit allen möglichen Facetten der Musik. Und vor allem: wir musizieren viel gemeinsam!
In den Musikprofil-Gruppen gibt es durch die gemeinsamen Projekte einen tollen Gemeinschaftsgeist – den man in anderen Fächern nicht immer so spürt.
- Wenn ich Musik mag, aber nicht Profil wähle – habe ich dann trotzdem Musikunterricht?
In der 8. und 10. Klasse ja – in der 9. leider nicht! Dort hast du nur Musikunterricht, wenn du Musikprofil wählst!
- Muss ich eine Musik-AG besuchen und vorher schon im Musikzug in der Unterstufe gewesen sein?
Ja, eine Musik-AG gehört dazu und das macht meistens besonders viel Spaß. Aber Musikzug musst Du in der Unterstufe aber nicht gewesen sein – das ist keine Voraussetzung, um Musik als Profilfach zu wählen!
Zu NwT (NIT ab SJ 27/28)
- Wird in NwT nur gebaut und gebastelt? Worüber schreibt man denn dann Klassenarbeiten?
Es geht zwar in NwT um technische Abläufe und auch ums selber Tun, aber der Unterricht ist in Theorie- und Praxisblöcke unterteilt – denn um Technik zu verstehen, müssen komplexe Zusammenhänge erfasst werden. Erst dann kannst Du versuchen, sie (vereinfacht :)) nachbauen. Durch den hohen Praxisanteil wird in NwT aber auch eine Klassenarbeit ersetzt durch ein benotetes Projekt – so gibt es in NwT nur 3 Klassenarbeiten in einem Schuljahr.
- Ich weiß einfach nicht, welches Profilfach ich nehmen soll – dann am besten doch NwT?
Eine Negativauswahl ist nie eine gute Entscheidungsgrundlage – Du solltest auf jeden Fall Interesse am Verstehen technischer Abläufe haben, die Dich heutzutage überall umgeben, denn genau darum geht es in NwT.
- Habe ich neben NwT gar keine anderen Naturwissenschaften mehr im Unterricht?
Doch, Bio, Chemie, Erdkunde und Physik hast Du weiterhin als eigenständige Fächer – genau wie die anderen Profilfächer in der Mittelstufe.
- Worum geht es in NwT zum Beispiel?
In Klasse 8 beginnen wir Arduino zum Programmieren einzuführen und beschäftigen uns das erste Mal mit einem Microcontroller, um eine „Disco mit Licht- und Soundeffekten“ zu programmieren und zu bauen. Nach einer Einführung in technisches Zeichnen stehen Werkstoffe und Werkzeuge im Mittelpunkt. Dieses Wissen kannst Du dann im Projekt Kran direkt anwenden.
In Klasse 9 geht es um Energie und beschäftigen uns mit Solartechnik. Ein Microcontroller kommt beim Bau einer Seifenblasenmaschine zum Einsatz.
In Klasse 10 kommen Microcontroller dann einer zur chemischen Analyse zum Einsatz und einmal beim selbst Programmieren im Projekt autonomes Fahren.
- Was habe ich sonst noch davon, wenn ich NwT wähle?
Du entwickelst ein Verständnis für technische Abläufe, die unseren Alltag bestimmen. Vieles kannst Du viel besser verstehen und seine Logik erfassen, denn Du kannst es in NwT selbst ausprobieren und bauen. Du kannst also in NwT viel praktisch arbeiten – wir finden: das weckt noch mehr Neugierde und fördert das Verständnis für die Naturwissenschaften und die Technik. Außerdem profitierst Du davon, dass in NwT Team- und Projektarbeit ein sehr großes Gewicht zukommt. Alles zusammen ist einfach sehr interessant und macht vor allem auch viel Spaß!
Zu IMP (bis SJ 26/27)
- Was macht man denn da so?
Ganz kurz gesagt, lernst Du hier Inhalte aus den ersten Fachsemestern eines Mathematik-, Informatik- oder Physikstudiums kennen :)
- Hat man in IMP nur Informatik-Unterricht?
Nein, eigentlich ist IMP 3 Fächer – Informatik, Mathe, Physik – bis zu drei Lehrer unterrichten parallel.
Immer eines dieser Fächer wird mit 2 Stunden pro Woche in einer Klassenstufe unterrichtet: in Klasse 8 ist es Informatik, in Klasse 9 Physik und in Klasse 10 Mathematik. Der Schwerpunkt wechselt also jedes Schuljahr.
- Habe ich neben IMP dann gar kein Mathe oder Physik mehr?
Der reguläre Mathematik- und Physikunterricht findet normal statt wie in den anderen Profilen auch. Die Mathe- und Physikinhalte im „Normal-Mathe und -Physik“ unterscheiden sich also zum Mathe- oder Physikteil in IMP. Man erhält so also auch keinen konkreten inhaltlichen Vorteil (aber auch keinen Nachteil :) ) für den Mathematik- bzw. Physikunterricht.
- Sitzt man in IMP die ganze Zeit am Rechner und programmiert?
Nein, in Informatik ist auch z.B. ein Schwerpunkt die Theorie hinter dem Programmieren. Die Physik wiederum setzt z.B. ihre Schwerpunkte auf der Informationsverarbeitung (Glasfaserkabel, Halbleiter) und der Astronomie.
- Worum geht es denn in IMP zum Beispiel?
In Informatik stehen Codierung von Daten, Algorithmen, Netze und Sicherheit in der Informationsgesellschaft auf dem Lehrplan.
In IMP-Mathe Kryptologie, Aussagenlogik und Graphen, Geometrie und mathematische Funktionen in der Anwendung.
In IMP-Physik geht es wiederum um Optik und Bilderfassung, Astronomie und Geophysik, Elektrodynamik und Informationsverarbeitung sowie um computergestützte Physik. - Was habe ich sonst noch davon, wenn ich IMP wähle?
Du hast durch IMP die Möglichkeit, Informatik durchgehend im Unterricht von Klasse 7 – also dem ersten Einführen – bis zur Oberstufe zu haben. Du erfährst Hintergründe der Informatik, kannst erst Programmiererfahrungen sammeln und bekommst ein Verständnis für angewandte Informatik. Wenn Du in der Oberstufe dann Informatik als Wahlfach wählst, kannst Du es sogar zum 5. Prüfungsfach im Abitur machen.
Die Informatikstunden bauen auf dem Fach Informatik aus Klasse 7 auf und vertiefen seine Inhalte. Du lernst verbesserte Verschlüsselungsverfahren und Prüfziffernsysteme kennen. Die Grundlagen dafür werden in den Mathematikstunden geschaffen. Auch werden Softwareprojekte (z.B. Entwicklung einer App oder eines Spiels) durchgeführt und Programmiersprachen (z.B. Java) behandelt.
Zu Wirtschaft - WG ab Klasse 8
- Kann ich damit ein ganz normales Abitur machen und danach studieren was ich will?
Ja, Du erwirbst am Ende des 6-jährigen WGs, also des Wirtschaftsgymnasiums, die Allgemeine Hochschulreife – alle Studiengänge stehen Dir damit offen. Der Unterschied zum Allgemeinbildenden Gymnasium (AG) ist aber, dass Du hier Zeit bis Klasse 13 hast, um Dein Abi zu machen. Es ist also ein G9-Bildungsgang, statt wie am AG ein G8.
Übrigens: Nach Klasse 10 erlangst Du am WG auch nach Klasse 10 bereits den mittleren Bildungsabschluss, also die Mittlere Reife, genau wie am AG.
- Worum geht es denn in Wirtschaft am WG zum Beispiel?
Ganz allgemein gesagt, lernst Du hier die Wirtschaft aus verschiedenen Perspektiven kennen,
- denn auch Du bist ja auf jeden Fall Verbraucher, also Nachfrager, und
- willst nach Schule, Ausbildung, Studium Dein Geld als Erwerbstätiger in der Wirtschaft verdienen, wirst dazu vielleicht sogar Unternehmer, also Anbieter, und
- Du bist aber auch immer ein Wirtschaftsbürger in Deutschland als sozialer Marktwirtschaft und international, in einer globalisierten Welt – Politik betrifft so also auch jeden!
Dabei geht es um Vorgänge in Unternehmen (in der BWL, also der Betriebswirtschaftslehre) und der Gesamtwirtschaft (in der VWL, der Volkswirtschaftslehre) und ganz konkret in der Mittelstufe haben praktische Anteile ein großes Gewicht:
- zum Beispiel führst Du hier ein Haushaltsbuch, damit Du auch später Deine eigenen Finanzen im Griff hast.
- bei der Kooperation mit der Juniorfirma der Lender „El Mundo“ lernst Du es Einkauf, Verkauf, Marketing und Buchhaltung direkt kennen
- wir nehmen an Wettbewerben wie „Jugend testet“ und „Young Talents“ teil und
- unternehmen Betriebsbesichtigungen
- Wenn ich einmal am WG bin, kann ich dann auch nochmal zurückwechseln?
Vom Wirtschaftsgymnasium zurück ans Allgemeinbildende Gymnasium kannst Du wegen der anderen Unterrichtsschwerpunkte nicht mehr wechseln. Mit dem Ende der Klasse 10 hast Du aber automatisch die Mittlere Reife bereits erworben und könntest damit auch ganz woanders hin wechseln.
Ein Wechsel ist wäre dann z.B. an ein anderes Berufliches Gymnasium möglich, wie das SG, also ans Sozialwissenschaftliche Gymnasium der Lender.
- Schaffe ich das überhaupt am WG? Wo liegen die Herausforderungen?
Mathematische Grundkenntnisse und logisches Verständnis sind wie in anderen Profilfächern natürlich auch nötig am WG, genau wie die die Bereitschaft, Dich vielfältigen Aufgabenstellungen zu stellen und eigenständig außerhalb des Unterrichts zu lernen. Dann schaffst Du das auf jeden Fall.
Du solltest mit Wirtschaft als Profilfach aber auch Interesse an wirtschaftlichen und (wirtschafts-)politischen Fragestellungen mitbringen.
Herausforderungen bestehen darin, eine neue Fachsprache kennenzulernen, das Denken in komplexen Zusammenhängen und Modellen mit uns zu trainieren, Tabellen und Graphiken zu analysieren und kritisch zu hinterfragen und dazu auch mal konkrete Berechnungen anzustellen. Das alles ermöglicht Dir dann aber auch, Dir ganz persönlich eine fundierte, also begründete, und kritische Meinung über wirtschaftliche Geschehnisse und aktuelle Entwicklungen zu bilden.
- Was habe ich sonst noch davon, wenn ich Wirtschaft wähle?
In Wirtschaft lernst Du vernetztes Denken – also das Zusammenbringen von Wissen aus verschiedenen Themen und Bereichen. Das brauchst Du in Wirtschaft, um reales Wirtschaftsgeschehen in Deutschland und weltweit einzuordnen, nützt Dir aber auch überall sonst beim Lernen, Nachdenken und Zurechtfinden in anderen Bereichen.
Analytisches Denken und methodisches Arbeiten lernst Du auch bei uns – auch das brauchst Du aber nicht nur in Wirtschaft.
Außerdem denken wir in Wirtschaft grundsätzlich kritisch über wirtschaftliche Zusammenhänge, Modelle, Theorien und Methoden nach. Denn nur so kannst Du fundiert eine eigene Meinung und ein eigenes Urteil entwickeln in unserer komplexen modernen Gesellschaft. Wir hinterfragen also immer, auch die aktuelle Berichterstattung – Fake News haben mit wirtschaftlicher Bildung deshalb keine Chance bei Dir.
Ganz praktisch lernst Du bei uns aber auch Wirtschaft z.B. durch Betriebsbesichtigungen und Treffen mit Unternehmern kennen – das ist mindestens so interessant wie der Unterricht selbst.
- Wie viel Wirtschaftsunterricht habe ich dann?
Im Profilfach Wirtschaft, das am WG eigentlich Volks- und Betriebswirtschaftslehre VBWL heißt, hast Du in Klasse 8-10 immer 4 Wochenstunden Unterricht, in Klasse 11-13 sind es dann 6 Wochenstunden.
- Ist ein Wechsel ans Berufliche Gymnasium später noch möglich?
Innerhalb der Mittelstufe ist ein Wechsel ins WG noch in Klasse 9 möglich – in Klasse 10 aber nicht mehr, da die Unterrichtsschwerpunkte eben einfach anders gesetzt sind.
Ab Klasse 11 ist aber sowieso ein Wechsel ans WG oder SG wieder möglich
Zusätzliche Möglichkeiten
- Gibt es sonst noch was zu entscheiden für die Mittelstufe?
Unabhängig vom Profilfach sind zwei Dinge wählbar: Geographie bilingual in Klasse 8 statt „Normal-Erkunde“ und Spanisch als spätbeginnende Fremdsprache ab Klasse 10.
- Was habe ich davon, Geo bili zu wählen?
Geographie ist in Klasse 8 nach Bildungsplan nur einstündig – mit Geo bili hast Du die Möglichkeit, Geographie zwei-stündig unterrichtet zu bekommen und das mit Englisch als Kommunikationssprache. Das bedeutet: Du kannst Deinen englischen Wortschatz erweitern, anwenden und trainieren, und zwar ohne gleichzeitig für „Englischfehler“ eine schlechtere Note zu kassieren, denn in Geo bili zählt die Sprache NICHT bei der Benotung. Dabei lernst Du Fachbegriffe, die ohnehin meist in Englisch angewandt werden – sicherlich ein Vorteil für die Oberstufe und ein späteres Studium.
- Wenn ich einmal am WG bin, kann ich dann auch nochmal zurückwechseln?
Vom Wirtschaftsgymnasium zurück ans Allgemeinbildende Gymnasium kannst Du wegen der anderen Unterrichtsschwerpunkte nicht mehr wechseln. Mit dem Ende der Klasse 10 hast Du aber automatisch die Mittlere Reife bereits erworben und könntest damit auch ganz woanders hin wechseln.
Ein Wechsel ist wäre dann z.B. an ein anderes Berufliches Gymnasium möglich, wie das SG, also ans Sozialwissenschaftliche Gymnasium der Lender.
- Schaffe ich das überhaupt am WG? Wo liegen die Herausforderungen?
Mathematische Grundkenntnisse und logisches Verständnis sind wie in anderen Profilfächern natürlich auch nötig am WG, genau wie die die Bereitschaft, Dich vielfältigen Aufgabenstellungen zu stellen und eigenständig außerhalb des Unterrichts zu lernen. Dann schaffst Du das auf jeden Fall.
Du solltest mit Wirtschaft als Profilfach aber auch Interesse an wirtschaftlichen und (wirtschafts-)politischen Fragestellungen mitbringen.
Herausforderungen bestehen darin, eine neue Fachsprache kennenzulernen, das Denken in komplexen Zusammenhängen und Modellen mit uns zu trainieren, Tabellen und Graphiken zu analysieren und kritisch zu hinterfragen und dazu auch mal konkrete Berechnungen anzustellen. Das alles ermöglicht Dir dann aber auch, Dir ganz persönlich eine fundierte, also begründete, und kritische Meinung über wirtschaftliche Geschehnisse und aktuelle Entwicklungen zu bilden.
- Was habe ich sonst noch davon, wenn ich Wirtschaft wähle?
In Wirtschaft lernst Du vernetztes Denken – also das Zusammenbringen von Wissen aus verschiedenen Themen und Bereichen. Das brauchst Du in Wirtschaft, um reales Wirtschaftsgeschehen in Deutschland und weltweit einzuordnen, nützt Dir aber auch überall sonst beim Lernen, Nachdenken und Zurechtfinden in anderen Bereichen.
Analytisches Denken und methodisches Arbeiten lernst Du auch bei uns – auch das brauchst Du aber nicht nur in Wirtschaft.
Außerdem denken wir in Wirtschaft grundsätzlich kritisch über wirtschaftliche Zusammenhänge, Modelle, Theorien und Methoden nach. Denn nur so kannst Du fundiert eine eigene Meinung und ein eigenes Urteil entwickeln in unserer komplexen modernen Gesellschaft. Wir hinterfragen also immer, auch die aktuelle Berichterstattung – Fake News haben mit wirtschaftlicher Bildung deshalb keine Chance bei Dir.
Ganz praktisch lernst Du bei uns aber auch Wirtschaft z.B. durch Betriebsbesichtigungen und Treffen mit Unternehmern kennen – das ist mindestens so interessant wie der Unterricht selbst.
- Wie viel Wirtschaftsunterricht habe ich dann?
Im Profilfach Wirtschaft, das am WG eigentlich Volks- und Betriebswirtschaftslehre VBWL heißt, hast Du in Klasse 8-10 immer 4 Wochenstunden Unterricht, in Klasse 11-13 sind es dann 6 Wochenstunden.
- Ist ein Wechsel ans Berufliche Gymnasium später noch möglich?
Innerhalb der Mittelstufe ist ein Wechsel ins WG noch in Klasse 9 möglich – in Klasse 10 aber nicht mehr, da die Unterrichtsschwerpunkte eben einfach anders gesetzt sind.
Ab Klasse 11 ist aber sowieso ein Wechsel ans WG oder SG wieder möglich