Eine Schule, hundert Ideen: Das war die Projektwoche 2026

2026 07 Lender Gymnasium Projekttage Zoomania (1)
In diesem Jahr gab es zum Beispiel im Angebot:
  • Alles rund ums Thema Müll (GRF):
    • Am ersten Tag haben wir eine sehr interessante Präsentation über Müll angehört. Die Doku vom ZDF hat uns auch verblüfft. Als wir ums Schulgelände liefen und Müll gesammelt haben, fanden wir sehr komische Dinge, z.B.: eine alte Socke, ein ganzer, alter Börek, ein Rollerrad und vieeeeeeeeel zu viele Zigarettenstummel. Unsere Sammlung hat ergeben, dass es ca. 350 Einzelteile waren.
    • Am zweiten Tag beschrifteten wir fast alle Mülleimer der Schule, um sicherzugehen, dass der Müll hier in den richtigen Mülleimer geworfen wird. Das Upcycling mit Milchverpackungen hat auch sehr viel Spaß gemacht: Wir haben daraus Blumentöpfe, Geldbeutel und  einen Trinkbecher gemacht. Eine Idee müssen wir noch umsetzen: Aus einem alten Handtuch einen Badvorleger oder einen Untersetzer machen.
    • Am meisten beeindruckt hat uns, dass viel mehr Müll in der Umwelt liegt, als wir eigentlich denken. Wir nehmen aus diesem Projekt mit, dass es am besten ist, möglichst wenig Müll zu produzieren oder Dinge zu kaufen!
  • Zoomania – Abenteuer Zoo (FEG, HAK):
    • Highlight der Projekttage „Zoomania“ war ein Besuch im Zoo Karlsruhe. Hier bekamen die 5. Klässler die Gelegenheit, dem Zoodirektor Hr. Dr. Reinschmidt, selbst ehemaliger Schüler des Lender-Gymnasiums, ihre Fragen zu stellen. Hier ein kleiner Einblick in das Interview:
    • Wenn Sie ein Tier wären, welches und warum? Hr. Dr. Reinschmidt ist froh ein Mensch zu sein, aber seine liebsten Tiere sind Aras aufgrund ihres sozialen Wesens. Er hat früher im Loro Park auf Teneriffa gearbeitet und dort Papageien und Aras gezüchtet. Die Aras brauchen viel Platz zum Fliegen. Ihr Gehege ist zwar groß, aber in ihrem natürlichen Lebensraum würden sie noch viel mehr fliegen.
    • Wie wird das gemacht, dass sie trotzdem ausgelastet sind? Hr. Dr. Reinschmidt erklärte, dass Aras in ihrem natürlichen Lebensraum zwar deutlich mehr fliegen würden, weil sie auf diese Weise ihre Nahrung suchen und jagen. Im Zoo müssen sie allerdings nicht jagen und brauchen deshalb nicht so viel Platz. Sie bekommen aber Beschäftigungsmöglichkeiten wie Spielzeug, damit ausreichend ausgelastet sind.
    • Wie motivieren Sie die Tiere zu medizinischen Untersuchungen? Die Elefanten werden zum Beispiel mit Belohnungen so trainiert, dass sie auf das Kommando „lift“ ihre Beine heben, sodass diese untersucht werden können.
    • Wie haben sich die jungen Luchse eingelebt? Hr. Dr. Reinschmidt berichtete, dass die jungen Luchse sich gut eingelebt haben. Die Luchse, die im Zoo aufwachsen, sollen später ausgewildert werden, um einen Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Damit sie ihre natürliche Scheu behalten, dürfen sie keinen Kontakt zu Menschen haben.
    • Nachdem die Schüler*innen auf diese und viele weitere Fragen Antworten erhalten hatten, sammelten sie Informationen zu bestimmten Zootieren und untersuchten, wie die natürliche Lebensweise von Tieren durch ihre Haltung im Zoo berücksichtigt wird. Diese wurden zum Abschluss der Projekttage präsentiert.
  • Selbstverteidigung (TRI, SCK):
    • Die Schülerinnen und Schüler lernten, sich in kritischen Situationen selbstbewusst und wirksam zu schützen. Unter der Anleitung des erfahrenen Großmeisters Mario Zarbo trainierten sie grundlegende Selbstverteidigungstechniken sowie Abwehrstrategien gegen Angriffe – auch mit Stock und Messer.
    • Ebenso wichtig war der grenzachtende Umgang miteinander: Die Jugendlichen übten, eigene und fremde Grenzen wahrzunehmen, klar zu benennen und zu respektieren.
    • Darüber hinaus entwickelten sie Selbstbehauptungs- und Schutzstrategien und beschäftigten sich damit, wie sie bei sexueller Belästigung reagieren und anderen Betroffenen unterstützend zur Seite stehen können.
    • So stärkte das Projekt nicht nur die körperliche Sicherheit, sondern auch Mut, Aufmerksamkeit und Verantwortungsbewusstsein.
  • Märchen vertonen (KRZ): Es waren einmal drei Teams von Märchenbegeisterten, die sich je ein Märchen aussuchten und dieses vertonten. Dazu gehörten nicht nur die Worte und das Hereinfühlen in die Rollen. Dazu gehörten auch zum Teil selbst kreierte Geräusche, Musik und mehr, um die Vertonungen spannender und lebendiger zu machen.
  • Tänze selber machen (OHL): Hier wurde es kreativ.
  • Spiele spielen (HOG, JAE): Gemeinsame wurden alte und neue, bekannte und unbekannte Bewegungs- und Gesellschaftsspiele gespielt und weiterentwickelt.
  • Schule im Wandel der Zeit (TRO, WID):
    • Von Tatzen und Karzer über Koedukation zum Homeschooling; von Schreibtäfelchen mit Griffel über White-Boards und Visualizer zu eigenen Tablets mit  Spracherkennung und generativer KI – wie sich das Lernen von Kindern und Jugendlichen im letzten Jahrhundert verändert hat, war Thema unseres Projekts.
    • Gleichzeitig haben wir einen Blick in die Zukunft gewagt und gefragt, was Schule wohl für die nächsten Schülergenerationen bedeuten könnte, und uns dabei auch direkt mit den in naher Zukunft an der Lender anstehenden Veränderungen (fortschreitende Digitalisierung und Dalton) auseinandergesetzt.
    • Weil die Dalton-Pädagogik grundsätzlich das Verständnis der Rollen von Lernenden und Lehrenden verändert, haben wir uns auch mit diesem seit Generationen spannungsreichen Miteinander beschäftigt: Der anekdotische Blick ging dabei von literarischen Verarbeitungen seit der Zeit von Wilhelm Buschs Max & Moritz, die wegen ihres Schulfrusts Lehrer Lempel  quälten, über die Streiche, die die eigenen Eltern ihren Lehrer*innen spielten, bis hin zu dem, was heute das Miteinander im Klassenzimmer prägt.
    • Erstaunlich war dabei, dass manches trotz aller Veränderungen wohl immer gleich bleiben wird, unabhängig von dem, was sich technisch und medial auch verändern mag.
  • 3, 2, 1 – Impro (KRH): 
    • Neun Schüler*innen der Klassen 7, 8 und 9 stellten während der Projekttage unter Beweis, wie gut etwas werden kann, auch wenn es nicht vorbereitet ist: Beim Improvisationstheater sind nur wenige Rahmenbedingungen vorgegeben, was dann auf der Bühne passiert, entwickeln die Schauspielenden auf der Grundlage von Impulsen aus dem Publikum gemeinsam und völlig spontan.
    • Nach unzähligen schalldichten Kabinen und der Jagd auf einen Osterhasen konnte man das Ergebnis während einer kurzen Aufführung am dritten Projekttag bestaunen: Die Gruppe präsentierte einen Mord in der Hauptstraße 67, stellte einen Mutter-Tochter-Konflikt dar, zeigte die Folgen einer Affäre im Altersheim auf, warb für die praktische Erfindung „fliegendes Auto“ und hatte sichtlich Spaß auf den Brettern, die die Welt bedeuten.
  • Die schöne Natur vor der Haustür – wir erkunden die Gegend rund um Sasbach (WES, SEH, ERN):
    • „Sport in der Natur“ lautete das Motto am ersten Projekttag. Die Wanderung führte uns von der Lender über das Kloster Erlenbad in Obersasbach nach Lauf auf den Trimm-Dich-Pfad zur Metzenhalde, von wo aus wir eine tolle Aussicht in die Rheinebene hatten.
    • Am zweiten Tag erwanderten wir die Gaishölle – eine wildromantische Schlucht bei Sasbachwalden mit riesigen Felsen, Holzbrücken und dichtem Wald.
    • Eine Bachwanderung durch den SasBACH bildete den Abschluss unserer Projekttage. Mit Keschern, Becherlupen, Bestimmungsbögen und einem Mini-Wasser-Labor im Gepäck lernten wir das Leben im Sasbach kennen.
  • Robotik (LOE):
    • Beim Robotik-Projekt durften die SchülerInnen kennenlernen, nach welchen Prinzipien ein Roboter arbeitet. Wir haben den EV3-Controller von Lego verwendet und verschiedene Fahrzeuge gebaut. Mit einer zu „Scratch“ ähnlichen Programmiersprache konnten die unterschiedlichsten Sensoren ausprobiert werden. Aber auch der Spielspaß kam nicht zu kurz: Mit Lego-Steinen wurde eifrig konstruiert und am letzten Tag wurde ein Aufgaben-Wettkampf durchgeführt.“
  • ¡Descubre el español! – Spanisch für Neugierige (Klasse 7-9, HUM, SCD):
    • Gleich am ersten Projekttag haben wir dem Projektnamen alle Ehre gemacht, denn direkt am Anfang lernte die Gruppe sich mit einfachen Vorstellungssätzen auf Spanisch kennen. Danach wurde es kurz ein bisschen schulisch: die Aussprache- und Betonungsregeln konnten einfach nicht fehlen. Als der etwas trockene Teil geschafft war, wurde fleißig gespielt: Bei Quartett, Bingo und Tak haben wir viel gelacht und spanische Wörter zu den Kategorien Tiere, Früchte, Farben, Berufe, Schule und Zahlen hallten durchs Klassenzimmer.
    • Am zweiten Tag stand das erste Highlight an: gemeinsam haben wir verschiedene Tapas und alkoholfreie Sangría zubereitet, Speisekarten erstellt und das Klassenzimmer so in eine Tapasbar verwandelt. Natürlich wurde dort dann auch fleißig bestellt, bedient und verköstigt!
    • Der dritte Tag führte uns in die Welt des Salsa und Bachata: Als Abschlusshighlight verwandelte sich das Klassenzimmer in einen Tanzraum und wir bekamen einen Workshop von einem Tanzlehrerpaar aus der Offenburger Tanzschule LaNiDance! »¡Uno, dos, tres – cinco, seis, siete!«… Der Salsarhythmus und das Tanzen zu zweit waren zwar zunächst etwas ungewohnt, aber je länger wir getanzt haben, desto besser klappte es und am Ende konnten wir sogar schon ein paar Figuren tanzen. Und vielleicht kann die beeindruckende Lebensfreude des Salsa uns im Leben noch ab und zu inspirieren…
    • Wir blicken auf abwechslungsreiche Projekttage zurück und sagen: »¡Muchas gracias a todo el grupo!«
  • Kurzfilme und Trailer zum Roman ‚Tschick‘ erstellen“ (BRO, EIC):
    • In diesem Projekt haben die Schüler der Klasse 8 Filme zu dem Jugendroman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf produziert, welches sie im Deutschunterricht gelesen hatten.
    • Hierzu haben sie eine Einführung in das Programm iMovie bekommen, mit dem sich auf unkomplizierte Weise Filmtrailer erstellen und ein Filmschnitt vornehmen lassen. Die Schüler konnten frei wählen, ob sie selbst schauspielerisch aktiv werden oder mit LEGO und Playmobil einen Stop-Motion-Film drehen.
    • Nachdem sie sich an den ersten beiden Tagen dem Filmdreh und Schnitt widmeten, wurde das Projekt mit einer Oscar Verleihung abgerundet, bei der in gemütlicher Kinofilmatmosphäre alle Filmprojekte vorgestellt und in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet wurden. Am Ende durften alle mit einem Preis und freudvollen Erinnerungen nach Hause gehen.
  • Mountainbike (BRU):
    • Am ersten Tag beschäftigten wir uns mit den Grundlagen des Radfahrens (sportliches Auf- und Absteigen, Bremstechnik, Balance, Slalomfahren mit vertikaler Kurbelstellung und dem Wechsel der Kurbelposition). Hierzu machten wir einige Übungen auf dem Schulgelände, wie das Weiterreichen einer Trinkflasche während der Fahrt in einem abgesteckten Bereich und das Durchfahren eines Slalomparcours. Anschließend unternahmen wir noch eine kleine Ausfahrt über den Bienenbuckel in Richtung Kutzenstein und erkundeten die ersten Trails.
    • Das Highlight des Projekts war die Fahrt zum Trail „Pfad Zwo“am zweiten Tag. Das brachte einige im Uphill an die Grenzen, wurde aber von allen gemeistert. Mit genügend Pausen und dem Genuss einiger toller Ausblicke entlang der Tour gelangten wir zum Trail, in welchem je nach Fahrtechnikstand und Ausrüstung gefahren werden konnte.
    • Am letzten Projekttag hatten einige Muskelkater, weshalb wir uns an dem Tag in der näheren Umgebung aufhielten und den Pump-Track in Kappelrodeck ansteuerten. Hier mussten sich die Projektteilnehmer ein Heinz-Erhardt-Gedicht bzw. einzelne Verse daraus merken, welches am Ende der Track-Runde auslag, und es anschließend aufschreiben.
    • Zur Belohnung endeten wir in Achern an einer Eisdiele, bevor der Heimweg bzw. der Weg zur Schule angetreten werden konnte.

Texte & Fotos: siehe Projektleiter