Das Motto der Lender-Abiturienten 2026 klingt nach Nervenkitzel in der Oberstufe, nach Pokern bei Klausuren und nach Zocken um gute Noten. Doch genau das risikoreiche „Setzen auf Glück“ sollte mit dem Motto nicht ausgedrückt werden, wie dies die Sprecherinnen des Allgemeinbildenden Lender-Gymnasiums Nora Kromer und Mara Häberle deutlich machten. Denn beim Rückblick auf die Schulzeit ging es darum, „welche Chancen die Schüler bekamen und auf welche sie gesetzt haben.“ Die haben sich für jeden der 61 Abiturienten am Allgemeinbildenden Gymnasium (AG) und den 98 am Beruflichen Gymnasium (BG) der Lender gelohnt. Oder wie es die BG-Sprecher Annalena Mungenast und Julian Panther „mit Stolz“ sagten: „Wir haben es geschafft. Wir haben vier Prüfungen innerhalb kürzester Zeit geschrieben, eine mündliche Prüfung absolviert oder eine Seminararbeit verfasst – Leistungen, die enorme Disziplin und Durchhaltevermögen erfordern.“
Damit bekam „Abi Vegas“ doch einen anderen Klang, als die 159 Schülerinnen und Schüler nach arbeits- und erfolgreichen Lender-Jahren ihre Abi-Zeugnisse erhielten und sich nun im Spiel des Lebens mit neuen Aufgaben, Entscheidungen und Herausforderungen beschäftigen müssen. Doch zunächst war pure Freude angesagt, als Schulleiter Marco Cataldo die Abiturienten mit den besten Wünschen auf der Suche nach dem je eigenen Glück des Lebens verabschiedete, die Zeugnisse überreichte und die Preise verlieh. Dazu sprach er von Glück im Sinne von Zufriedenheit und von glückenden menschlichen Beziehungen, deren Kern humanistisch wie christlich in der Liebe gründet. „Wenn Du geliebt werden willst, dann liebe“ sagte schon der Philosoph Seneca vor 2.000 Jahren. Oder wie es der Apostel Paulus formulierte: „Die Liebe ist langmütig und gütig. Sie ereifert sich nicht, prahlt nicht und bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.“
Die Traumnote von 1,0 erreichten Nora Kromer und Julian Abele (AG) die nach guter Tradition von Bürgermeisterin Dijana Opitz (CDU) die Preise der Gemeinde Sasbach erhielten. Den Toni-Merz-Preis der Gemeinde überreichte Opitz an Silas Käshammer in Erinnerung an den bekannten Maler und Kunstlehrer.
Für ihr ausgezeichnetes Können in Religion, Philosophie und Musik verliehen Sonam Teuffel und Gabriel Breite die Ignaz-Anton-Demeter-Medaille der Pfarrei Sasbach an Mara Häberle. Die Franz Xaver-Lender-Medaille für sehr gute Leistungen in Religion und aktive Mitarbeit in ihrer Heimatpfarrei erhielt Annalena Mungenast. Den Preis der Erzdiözese Freiburg für hervorragende Leistungen im Fach Katholische Religionslehre bekam Julian Abele zuerkannt. Die Vereinigung der Altsasbacher würdigt außerordentliches Engagement für die Schulgemeinschaft mit dem Sozialpreis, Adrian Keller verlieh diesen an Sandrine Auer und Sarah Back. Für sehr gute Notenschnitte am BG wurden Lucia Epple, Lorenz Maier (beide 1,1), Tim Flegel, Lea Hartmann (beide 1,2) sowie Kim Belikan, Mia Fährmann, Marla Lutterodt und Mareike Schmälzle (alle 1,3) ausgezeichnet. Super Ergebnisse erzielten am AG Illia Serdiuk, Mara Häberle (beide 1,1), Carolin Schneider, Patrick Shen (beide 1,2) und Helena Honselmann (1,3).
Der letzte Schultag an der Lender begann für die Abiturienten wie ihr erster in der Heimkirche mit einem von ihnen sehr schön mit Texten, Gedanken und Musik gestalteten Gottesdienst, geleitet von Schülerseelsorger Gabriel Breite. Danach fanden in zwei festlichen Feiern die letzten offiziellen Lendertage statt, die der Kammerchor (Leitung Ellen Krämer) mit feinem Gesang sowie die Abiband mit groovigem Sound und Abiturienten mit einem super Abi-Vegas-Dance garnierten.
Text: Roland Spether
Fotos: Roland Spether & David Falk









































